Winter auf den Färöern

Mitten im Nordatlantik liegen die Färöer-Inseln, ein Archipel aus 18 Inseln, das für seine dramatischen Landschaften, tosenden Wasserfälle und unberührte Natur bekannt ist. Der Name „Färöer“ bedeutet „Schafinseln“. 🐑 Hier gibt es mehr Schafe als Menschen, und das Wetter wechselt schneller als man blinzeln kann – von strahlendem Sonnenschein zu dichtem Nebel und stürmischem Regen in wenigen Minuten. Die Färöer sind ein Ort der Gegensätze: rau, aber wunderschön.


STREYMOY

Die Insel Streymoy, die größte der Färöer, zeigt im Februar ihre raue und zugleich beeindruckende Schönheit. Sie ist das Herz des Archipels. Hier liegt nicht nur die Hauptstadt Tórshavn, sondern auch einige der beeindruckendsten Naturwunder der Inselgruppe. Steile Klippen, weite Täler und tosende Wasserfälle prägen die Landschaft.

Nordlándanur

Ein besonderes Highlight ist Nordlándanur, eine markante Landzunge im Norden der Insel. Der Weg nach Nordlándanur führt über eine spektakuläre Serpentinenstraße, die sich in engen Kurven die steilen Hänge hinabschlängelt. Während der Fahrt eröffnen sich atemberaubende Ausblicke auf die Küste und das offene Meer. Unten angekommen, spürt man sofort die Kraft der Natur: Der Wind pfeift unaufhörlich, und die Wellen brechen mit voller Wucht gegen die Klippen.

Saksun

Saksun ist eines der malerischsten Dörfer der Färöer, umgeben von hohen Bergen und einer weiten Bucht, die sich je nach Gezeiten völlig verändert. Bei Ebbe erstreckt sich eine riesige Sandfläche, auf der man bis ans Meer laufen kann – ein seltener Anblick auf den sonst eher felsigen Inseln. Doch bei Flut füllt sich die Bucht mit Wasser und verwandelt sich in eine ruhige Lagune, die das Dorf noch abgeschiedener wirken lässt.

Fossá

Der Fossá ist der höchste Wasserfall der Färöer und ein beeindruckendes Naturwunder auf Streymoy. Mit seinen zwei mächtigen Kaskaden stürzt das Wasser über die Felsen in die Tiefe und schafft eine dramatische Kulisse, die besonders bei starkem Regen oder nach Schneeschmelze ihre ganze Kraft entfaltet.


KALSOY

Die Insel Kalsøy ist eine der geheimnisvollsten und beeindruckendsten Inseln der Färöer, die oft als „Vogelinsel“ bezeichnet wird. Sie liegt im Nordosten des Archipels und ist bekannt für ihre steilen Klippen, grünen Täler und die unberührte Natur. In den steilen Felsen nisten zahlreiche Seevögel, darunter Papageitaucher, die hier während der Sommermonate zahlreich zu finden sind. Im Winter ist die Insel jedoch besonders ruhig, was ihre raue Schönheit noch intensiver zur Geltung bringt.

Kallur-Leuchtturm & Villingardalsfjall

Der Kallur-Leuchtturm - der hoch oben auf einer steilen Klippe thront, bietet einen spektakulären Blick auf das umliegende Meer, die benachbarten Inseln und die rauen Küstenlinien der Färöer. Die Wanderung dorthin führt durch eine spektakuläre Landschaft aus grünen Hügeln und steilen Klippen. Vom Leuchtturm aus hat man einen einzigartigen Blick auf den benachbarten Berg Villingardalsfjall. Dieser markante Gipfel, der mit seinen 762 Metern die höchste Erhebung auf Kalsøy darstellt, thront imposant über der Insel und schafft eine dramatische Kulisse für den Leuchtturm.

Kópakonan

Die Kópakonan ist eine legendäre Figur der färöischen Mythologie, die in den Geschichten der Inseln als Selkie bekannt ist. Sie symbolisiert eine Robbe, die ihre Robbenhaut ablegt, um sich in einen Menschen zu verwandeln. Diese mystische Skulptur erinnert an die tief verwurzelte Verbindung zwischen den Inselbewohnern und dem Meer.


BORDOY

Borðoy ist eine der nördlicheren Inseln des Färöer-Archipels und bekannt für die Stadt Klaksvík, die die zweitgrößte Stadt der Färöer ist und als wichtiges Zentrum für die Fischerei und Wirtschaft gilt. Die Insel ist auch für ihre beeindruckenden Fjorde und Berge bekannt und bietet atemberaubende Ausblicke auf die umliegenden Inseln.

Klakkur

Der Klakkur ist ein markanter Gipfel auf der Insel Borðoy und mit 412 Metern Höhe einer der beeindruckendsten Berge der Färöer. Von seinem Gipfel aus bietet sich ein spektakulärer Panoramablick auf Klaksvík, den Hafen sowie die umliegenden Inseln wie Eysturoy und Kunoy.


VAGAR

Das Tor zu den Färöern. Vágar ist für viele der erste Eindruck der Färöer, doch die Insel hat weit mehr zu bieten als nur den Flughafen. Geprägt von tiefen Fjorden und dramatischen Küstenlandschaften, zeigt sie die raue Schönheit des Archipels.

Múlafossur

Der Múlafossur-Wasserfall stürzt über eine steile Klippe direkt in den Atlantik und gehört zu den eindrucksvollsten Naturwundern der Färöer. Bei starkem Wind wird das herabfallende Wasser manchmal verweht, bevor es das Meer erreicht, was ein faszinierendes Schauspiel erzeugt. Je nach Wetter erscheint der Wasserfall als feiner Schleier oder als kraftvoller Strom, der tosend in die Tiefe rauscht. Umgeben von hohen Felswänden und grünen Hängen, bildet Múlafossur eine der markantesten Küstenlandschaften der Insel Vágar.

Leitisvatn/Sørvágsvatn

Der größte See der Färöer, Leitisvatn/Sørvágsvatn, scheint auf den ersten Blick hoch über dem Meer zu schweben – eine optische Täuschung, die vor allem vom Aussichtspunkt Trælanípa aus beeindruckend wirkt. Dort fällt die Felskante fast senkrecht ab und gibt den Blick auf die raue Küste frei, wo der See über den Wasserfall Bøsdalafossur ins offene Meer mündet.


EYSTUROY

Hohe Berge, tiefe Fjorde und weit verstreute Dörfer prägen die Landschaft der Insel Eysturoy. Mit dem Slættaratindur ragt hier der höchste Gipfel der Färöer auf, von dessen Spitze sich an klaren Tagen ein weiter Blick über das Archipel eröffnet.

Risin og Kellingin

Vor der Nordküste von Eysturoy ragen zwei markante Felsformationen aus dem Meer: Risin og Kellingin – „Der Riese und die Hexe“. Die versteinerten Riesen vor der Küste. Der Legende nach wurden sie von Island geschickt, um die Färöer zu stehlen. Doch bevor sie ihr Vorhaben vollenden konnten, wurden sie vom ersten Sonnenlicht versteinert und stehen seither regungslos vor der Küste.

Der Riese, mit 71 Metern der größere der beiden, steht weiter draußen im Meer, während die Hexe näher an der Küste aufrecht auf einem schmalen Sockel thront.

Gongutúrur mit Blick auf Funningur

Einer der alten Wanderwege auf Eysturoy führt über die Berghänge mit weitem Blick auf das Dorf Funningur und den tief eingeschnittenen Funningsfjørður. Der Pfad schlängelt sich durch die karge, windgepeitschte Landschaft. Von oben eröffnet sich ein atemberaubender Blick auf die fjordartige Küste, das in die Landschaft eingebettete Dorf und die umliegenden Gipfel, darunter der mächtige Slættaratindur. Je nach Wetterlage erscheinen die Berge und das Meer in ständig wechselnden Lichtstimmungen

Gjógv und Funningur

An der Nordostküste von Eysturoy liegen mit Gjógv und Funningur zwei der malerischsten Dörfer der Färöer. Funningur, am Ende eines tief eingeschnittenen Fjords gelegen, gilt als möglicher Ankunftsort der ersten Wikinger auf den Inseln. Die bunten Häuser schmiegen sich an die steilen Berghänge, überragt vom Slættaratindur. Ein Stück weiter liegt Gjógv, bekannt für seine natürliche Felsspalte, die als geschützter Bootsanleger dient. Beide Dörfer sind durch alte Wanderwege verbunden, die Panoramablicke über Fjorde und Berge bieten.

Weiter
Weiter

Die Welt der Pilze